Esko Männikkö

17. Januar – 04. April 2009

Organized Freedom

 

Installation views

“Der finnische Fotograf Esko Männikkö ist ein Porträtist der Abgeschiedenheit. Mit seinen Aufnahmen enthüllt er die Intimität dieser gescheiterten Existenzen in der Einöde, dort wo der Rand zur Grenze wird, die trennt, schützt, aber auch ausschließt – immer die Vorstellung der Schwelle, des Überschreitens, ganz wie bei durch die Zeit abgenutzten Türen, die offen, verlassen, auf einen neuen Flüchtigen warten. Als Allegorie der geografischen und sozialen Einsamkeit erzählt die Serie Organized Freedom von den Einsiedlern im Norden Finnlands, von den Orten ihres kargen Lebens im rauen nordischen Alltag. Zuletzt zeigen heruntergekommene Innenräume, nutzlos gewordene Gegenstände und verrostete Karossen, die die Menschen ersetzt haben, durch eine quasi anthropologische Sichtweise eine unbewusste Immigration, die den Preis ihrer Freiheit bezahlt.”