CRACKED. WHITE. OPEN. kuratiert von Marc Glöde und Tilo Schulz

31. März 2012 — 9. Juni 2012

Stephan Balkenhol, David Blamey, Annika von Hausswolff, Fritz Klemm, Imi Knoebel, Schirin Kretschmann, Mathieu Mercier, Platino, Felix Schramm, Peter Welz

Installation views

‘An image comes to mind of a white, ideal space

that, more than any single picture, may be the

archetypal image of 20th century art.’

Inside the White Cube, Brian O’Doherty

Sich mit einem “neuen” Galerieraum auseinandersetzen zu dürfen ist eine Aufgabe, die den direkten Umgang einzelner Künstler und Kuratoren mit dem spezifischen Gegebenheiten des Raumes herausfordert und darüber hinaus immer eine grundsätzliche Frage nach den bestimmenden Parametern räumlicher Ausstellungspraxis aufwirft. Die Ausstellung CRACKED. WHITE. OPEN. kuratiert von Tilo Schulz und Marc Glöde nimmt diese Fragestellung nach den räumlichen Bedingungen und dem Umgang mit ihnen auf und stellt ganz dezidiert die Frage nach den künstlerischen Strategien, die sich zwischen Wandarbeit, Skulptur und Installation positionieren. Dabei kann die Wand als Objekt der Auseinandersetzung u.a. aggressiv angegangen, reflektiert, historisiert oder sakralisiert werden. In allen Fällen zeigt der weiße und somit vermeintlich neutrale Raum immer die Gemachtheit der eigenen Neutralität und eröffnet gleichzeitig die Perspektive auf die Potentiale des Ausstellungsraumes. Die Galerie kann hierbei gleichermaßen zum Raum werden, in welchem sich interessante Potentiale entfachen, wie zum analytischen Labor, in welchem die Begrenzung der eigenen künstlerischen Position ausgelotet wird. Es gilt die Setzung der weißen Wand zu hinterfragen und so die architektonischen Voraussetzungen aufzubrechen und ins Offene zu führen. Im Spannungsfeld dieser Ansätze geht die Ausstellung CRACKED. WHITE. OPEN. unterschiedlichen Perspektiven auf die Bedingungen und Parameter des Räumlichen nach und erzeugt somit einen Resonanzraum, der sich zwischen Raum und künstlerischer Praxis ergibt.